Fragestunde

Sonntag, 11. Januar 2009 |  Autor:

Gestern habe ich eine recht interessante Frage gelesen, die ich hier einmal kurz behandeln möchte.
Die Fragestellung war, was man bei einer Herz-Lungen-Wiederbelebung beachten muss, wenn es sich bei dem Patienten um eine Frau mit Brustimplantaten handelt.
Die Antwort ist eigentlich recht simpel: Gar nichts.

Die Brustimplantate befinden sich unterhalb der Brüste und folgen bei der liegenden Patientin ebenfalls der Schwerkraft. Des Weiteren liegt der Druckpunkt zwischen den Brüsten, auf dem Brustbein (Sternum). Daher besteht keine Gefahr die Implantate versehentlich zu beschädigen. Zumal selbst bei direktem Druck auf das Implantat an sich, dieses innerhalb des Gewebes „ausweicht“. Man müsste also massiven Druck auf das Implantatkissen ausüben und dabei verhindern, dass es sich bewegt.
Dann könnte es eventuell sein, dass dem Implantat tatsächlich etwas passiert. Die neueren Implantate sind aber zudem mit eine Kochsalzlösung befüllt, so dass selbst bei einem beschädigtem Implantat keine Gefahr für die Patientin besteht.
Ich bin außerdem bei meiner Recherche auf keinen einzigen dokumentierten Fall gestoßen, bei dem etwas Derartiges geschehen ist. Von daher kann man ruhigen Gewissens davon ausgehen, dass es für Ersthelfer keinen Unterschied macht, ob die Patientin Brustimplantate hat oder nicht,

Bei Fragen, Korrekturen oder Anregungen freue ich mich über einen Kommentar oder eine E-Mail an:

info@schockzeichen.de

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Thema: Allgemeines

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